ALEXANDER CEBULLA
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Banken in Spanien

Beitrag veröffentlicht am 23/10/2014 | ALEXANDER CEBULLA
Das eine oder andere hat sich in der spanischen Bankenwelt in den letzten Jahren bewegt, teils wohl etwas zum Besseren, in vielen Punkten bleibt jedoch eine relative KundenUNfreundlichkeit und es bleiben Konditionen mit teils etwas ausbeuterischen Zügen.

Wer nicht genau das Kleingedruckte liest, wird kräftig zur Kasse gebeten. Haben Sie schon einmal etwas von einer Strafgebühr in Höhe von 40 Euro für die bloße Kontoüberziehung unter Null gehört, sei es auch nur ein Kleinstbetrag und nur für drei Tage? Oder von einer Gebühr für Überweisungen in ein anderes EU-Land? Selbst für innerspanische Überweisungen zu einem anderen Kreditinstitut verlangt „La Caixa“ (zumindest bei einigen Ihrer Kunden) stolze vier Euro. Die meisten Spanier kennen nichts anderes und haben sich damit abgefunden.

Als spanische Großbanken sind etwa „La Caixa“, „BBVA“, „Bankia“, „Banco Popular“, „Santander“ oder „Cajamar“ zu nennen. Hinzu kommen noch weitere Banken mit regionaler Bedeutung, wie z.B. auf Mallorca die „Banca March“. Ebenso hat die „Deutsche Bank“ spanienweit Filialen, wobei man es jedoch trotz des Names mit einer spanischen Bank und meist spanischen Mitarbeitern zu tun hat.

Bei den meisten dieser genannten Banken entfallen, wenn man gewisse Bedingungen erfüllt (Mindestumsatz, Mindestgeldeingang ...), bei einem Girokonto die Kontoführungsgebühr und die Gebühren für die typischen Bankgeschäfte. Wenn man aber z.B. nicht 3 mal im Monat die zugehörige Kreditkarte nutzt oder z.B. einen Monat der Geldeingang ausbleibt, dann werden die Gebühren ohne Vorwarnung fällig.

Der Service und die Zufriedenheit mit einer spanischen Bank sind sehr stark filialabhängig. In Regionen mit vielen Ausländern, wie z.B. auf Mallorca, haben einige der genannten Banken deutschsprachige Mitarbeiter – wenn auch nicht in allen Filialen.

Es gibt noch weitere Banken in Spanien, die kaum oder keine Filialen haben (Internetbanken), aber dafür günstigere Konditionen bieten. Zu nennen ist insbesondere die „Selfbank“ oder „Openbank“, ebenso „EVO Banco“ oder „ING Direct“. Gerade bei den ersten beiden genannten Banken, der „Selfbank“ und der „Openbank“ kann man sehr gute Konditionen für ein Girokonto finden, es gibt keine komplizierten Bedingungen für das Entfallen der Kontoführungsgebühr und alle typischen Bankgeschäfte sind kostenlos. Bei „EVO Banco“ sind alle typischen Bankgeschäfte kostenlos und zudem ist auch die Nutzung der Kreditkarte weltweit an allen Automaten kostenlos möglich, allerdings nur wenn man ein Mindestguthaben iHv. 3.000 Euro nicht unterschreitet und regelmäßige Geldeingänge vorweisen kann. Wer der spanischen Sprache jedoch nicht mächtig ist, für den dürfte die Kontoeröffnung eines Internet-Kontos und das Nutzen des Online-Bankings naturgemäß schwierig sein. Und zumindest bei der „Selfbank“ oder der „Openbank“ muss man bei der Eröffnung eines Kontos einen spanischen Wohnsitz angeben können. Weiterer Nachteil mancher Internetbanken: Diese sind nicht immer sog. „kooperierende Institute“ der spanischen Behörden, wie z.B. der Sozialversicherungskasse und damit ist es nicht immer möglich, Gebühren online einziehen zu lassen, was bei den oben genannten Großbanken ohne weiteres möglich ist.